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E-Gitarre

Aufbau

Vom Aufbau her gleicht die E-Gitarre im Wesentlichen einer normalen Akustik-Gitarre. Die elektrische Gitarre besteht jedoch nicht aus einem hohlen Resonanzkörper, sondern aus einem soliden Holzkorpus, in welchem die Elektrik eingebaut ist. Dadurch erreicht sie eine höhere Lautstärke.

Auf der Kopfplatte ist die gesamte Mechanik angebracht. Eine E-Gitarre besitzt 6 Saiten, die hier eingespannt, festgezogen und aufgedreht sind. Um eine andere Tonhöhe zu erreichen, muss die Mechanik gedreht werden, um die Spannung der einzelnen Saiten zu verändern. Die E-Gitarre hat im Gegensatz zur klassischen Gitarre Stahlsaiten. Das Griffbrett, welches zwischen dem Kopf und dem Korpus liegt, ist in bis zu 24 Bünde gegliedert.

E-Gitarre

Die Elektrik der E-Gitarre wird als Tonabnehmer bezeichnet. Da eine Gitarrensaite aus Metall besteht, kann sie durch den Magneten im Magnetfeld schwingen. In dem Draht, der um die Saiten gedreht ist, wird nun Strom induziert und über einen Verstärker entsteht so der Ton. Dabei kann man zwischen den zwei Tonabnehmern Single Coil und Humbucker auswählen. Durch den Vibratohebel lassen sich während des Spielens verschiedene Effekte auslösen. Durch Drücken des Hebels wird beispielsweise die Saitenspannung und damit die Tonhöhe verringert.

Geschichte

Die Geschichte der E-Gitarre geht in die 20er Jahre zurück. Musiker suchten nach einer Möglichkeit, die Gitarren lauter zu machen, damit sie sich in den Bigbands und Orchestern besser gegen die restlichen Instrumente durchsetzen konnten. 1923 entwickelte Lloyd Loar die ersten elektrischen Tonabnehmer. Ein Sensor des Tonabnehmers nahm die Schwingung auf und wandelte sie in ein Elektrisches Signal um. Die Idee wurde von A. Rickenbacker und G. Beauchcamp später weiterentwickelt und verfeinert. Der neue Tonabnehmer nutzte die Schwingung auf direktem Wege. Um das kleine Magnetfeld im Tonabnehmer wurde eine Spule gewickelt. Beim Anschlagen einer Saite entsteht in der Spule eine Spannung und das elektrische Signal kann an den Verstärker weitergeleitet werden. Dieses Prinzip konnte sich erfolgreich durchsetzen und wird im Wesentlichen auch heute noch so umgesetzt. In den 30ern fanden die ersten E-Gitarren ihren Platz in der damaligen Jazz- und Blues-Szene und erhielten große Zustimmung. Die erste in Serie hergestellte E-Gitarre ist die ES-150er Jazz-Gitarre, die 1936 im Hause Gibson entwickelt wurde. Eine E-Gitarre mit komplett massivem Korpus und somit die erste Solidbody E-Gitarre erfand Paul Bigsby 1948. Diese wurden in vielen unterschiedlichen Versionen bis in die Sechziger Jahre hergestellt. Inspiriert von dieser E-Gitarre, brachte Leo Fender 1950 schließlich seine Version namens Esquire, später umbenannt in die heute bekannte Telecaster, als Massenprodukt auf dem Instrumentenmarkt heraus. Fender erfand auch den Tremolohebel, mit dem 1954 erstmals eine Stratocaster E-Gitarre ausgestattet wurde. Die erste 7-saitige E-Gitarre wurde 1987 von Gitarrist Steve Vai und der Firma Ibanez entwickelt.

Wusstet ihr schon?

... dass die teuerste E-Gitarre der Welt ganze zwei Millionen Dollar wert ist? Sie ist mit Weißgold und 400 Diamanten beschmückt.

... dass die größte spielbare E-Gitarre 14 Meter lang ist und über 1000 Kilogramm wiegt?

Zum Schluss noch ein Video mit den besten Gitarrensolos. Viel Spaß beim Anschauen!

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